Snowkiteboard Tipps

Allgemein lässt sich sagen, dass ein Snowkiteboard oder Snowkiteski gewachst sein muss. Nicht nur damit das Board gut gleitet, sondern auch deshalb, damit sich ein „Kratzer“ nicht gleich zum Totalschaden entwickeln kann. Ein Stein kann sich viel leichter ins Material bohren wenn der Belag trocken und spröde ist und gleitet viel leichter ab wenn dieser gewachst ist. Eine Kante muss gar nicht zu scharf sein. Das macht sie anfällig. Üblicherweise hat sie eine Gradzahl von 89, also einen leicht spitzen Winkel. Vergleichsweise hat ein Abfahrtsskiläufer einen Winkel von 81-84 Grad, aber dieser muss sich nach fast jeder Abfahrt mit dem Service-Mann gut stellen.

Welches Snowboard eignet sich zum Snowkiten?

Zum Snowkiten eignet sich grundsätzlich jedes Snowboard. Da man hauptsächlich auf der Fersenkante fährt und die halbe Zeit nach links und die andere halbe Zeit nach rechts fährt, ist es sehr gut wenn das Snowboard ein *TRUE TWIN*“- Snowboard ist. Also nicht nur ein gewöhnliches Twin-Tip (welches oft ein Setback** von 1,5 bis 4 cm besitzt). Ein gutes Snowboardboard hat einen hohen Flex und eine hohe Torsionssteiffigkeit. Ein gutes  Board lässt sich also leicht durch biegen aber ist in Längsachse sehr kippstabil. Diese Kippstabilität (Torsionssteifffigkeit) wird hauptsächlich durch hochwertige Bauart und Baumaterialien erreicht, welche einen höheren Preis
rechtfertigen.

Ein reines Snowkiteboard ist zum Snowkiten eigentlich nicht notwendig. Die Snowboard Hersteller sind sich nicht einmal einig, ob dieses einen großen oder kleinen Radius haben soll und ob diese überhaupt symmetrisch sind. Die meisten Hersteller in der Snowboardbranche  produzieren einfach ein normales Snowboard als Snowkiteboard und wissen nicht einmal welch erhebliche Rolle die Torsionssteiffigkeit eines Snow(kite)boards spielt.

Manche Hersteller produzieren Snowkiteboards mit extra großen Radien**** von etwa 16-20 Metern. Diese Boards sind zwar für lange Strecken ganz gut beim Snowkiten, aber ähnlich wie ein Abfahrtsski untauglich für normale Pisten, wenn man sie nicht mit mindestens 70 oder 110 Km/h „fliegen“ lässt.

Ein hochwertiges Snowkiteboard müsste eigentlich in der Preisklasse von Minimum 400 bis 500 Euro liegen, weil der Absatzmarkt in dieser Branche sehr klein ist. Und dann wäre ein reines Snowkiteboard denkbar ungeeignet für die Piste und somit ein Luxusprodukt für jemanden der schon genug andere Boards besitzt.

Die Bindung vom Snowkiteboard richtig einstellen.

Im folgenden PDF-Dokument könnt ihr sehen, wie ihr die Bindungen auf eurem Snowboard optimal für das Snowkiten einstellen solltet.

pdf-40 Bindungseinstellung Snowkiteboard

 

*True-Twin-Board:

Völlig symmetrisch von der Mitte aus nach Vorne (Nose) und Hinten (Tail). Man könnte das Board also auch umgedreht benutzen und die Bindung Kopfüber montieren. Das kann man machen, wenn eine Kante (die bisherig meistgenutze Backsidekante/Fersenkante) beschädigt ist.

**Setback:

Die Inserts (Schraubenlöcher) im Board sind von der Spitze des Boards (Nose) weg leicht nach Hinten versetzt um auf der Skipiste besser „carven“ und im Tiefschnee besser „surfen“ zu können, ohne dass die Spitze in den Schnee bohrt. Für uns Snowkiter in keinem Fall ein Vorteil!

***Torsionssteiffgigkeit:

Die Verdrehungsstabilität ist dafür verantwortlich dass das Aufkanten über Schuh und Bindung sich über die ganze Boardkante verteilt und sich nicht weich weg biegt.

****Radius:

Meist haben Snowboards der Länge 140 bis 160 cm (übliche Erwachsenengröße) einen Radius von leicht über 7 bis leicht unter 9 Metern. Das heißt dass die natürliche Kurve der Kante einen solchen Radius bestimmen würde, also eine Kurve mit einem Durchmesser von 14 bis 18 Metern fahren.